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EU nimmt Anlauf für eigene Batterieproduktion

Die EU-Kommission will bis Anfang nächsten Jahres ein EU-weites Bündnis für die Batterieherstellung erreichen. Bei einem Batterie-Gipfel am Mittwoch in Brüssel seien die „ersten Bausteine gelegt“ worden, erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic.

battery-1294586_640Ziel ist es, eine europäische Produktion von Batteriezellen aufzubauen, die über die gesamte Wertschöpfungskette bis zum Recycling reicht. Batteriezellen gelten als eine Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität.

Sefcovic drängte nach dem Treffen auf „mehrere Gigafabriken“ für die Batterieproduktion in der EU. Schliesslich gehe es um 250 Millionen Euro jährlich und um die Schaffung von bis zu fünf Millionen neuer Jobs.

Der Staatssekretär im deutschen Energieministerium, Matthias Machnig, sagte seinerseits, es gelte, alles Wissen zu bündeln. „Wir brauchen jetzt konkrete Schritte nach vorn.“

In Deutschland gebe es derzeit schon Unternehmen, die in Richtung Batterieproduktion und Speicherung ihre Entscheidungen treffen. Bosch wolle dies bis Jahresende machen und auch VW überlege. „Wir brauchen einen europäischen Ansatz“.

Die polnische Staatssekretärin im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung Jadwiga Emilewicz sagte, es stehe ausser Frage, dass Batterien und Strom die Energie der Zukunft seien. Daher gehe es nicht um das ob, sondern um das wie der Umsetzung.

Polen wolle eine Million elektrischer Fahrzeuge bis 2025 haben. Darauf angesprochen, dass Polen sich noch zu sehr auf Kohle als Lieferant für die Stromerzeugung verlasse, sagte sie, ihr Land sei sehr innovativ unterwegs. „Wir sind eigentlich näher dran an den CO2-Reduktionszielen als andere“.

Die französische Umweltstaatssekretärin Brune Poirson sagte zu, dass sich ihr Land aktiv einbringen werde. Die Initiative für die Batterieproduktion in Europa werde unterstützt.

Denn bis jetzt dominieren bei Batteriezellen für Stromautos nämlich Unternehmen aus Japan, Südkorea und China wie Panasonic, NEC, LG, Samsung und BYD. Der US-Elektroautobauer Tesla stampft zusammen mit Panasonic in Nevada für 5 Mrd. Dollar eine Fabrik aus dem Boden, die ab 2020 Batterien und Akkupacks für stationäre Stromspeicher liefern soll.

Dem haben europäische Firmen bisher kaum etwas entgegenzusetzen. Wollen sie nicht auf Jahre von Lieferanten aus Asien und den USA abhängig sein, müssen sie nach Meinung von Experten die Kräfte bündeln.

Zum Batterie-Gipfel waren neben den Politikern mehrerer Schwergewichte aus der Automobil-, Chemie- und Technologiebranche zu einem Meinungsaustausch nach Brüssel gekommen.